COVID-19: A-Trust forscht an sicherer Behörden-Kommunikation Montag, 08. Juni 2020

Wien, am 08. Juni 2020 – In Österreich fehlt es an sicheren Kommunikationswegen zwischen Behörden, Institutionen, Bürgerinnen und Bürgern – das hat die Corona-Krise deutlich gezeigt. Das Forschungsprojekt „QualiSig“ des führenden österreichischen Trust Service Providers A-Trust und Partnern wie der Donau-Universität Krems, soll nun durch die Kombination von digitalen Signaturen mit Blockchain-Technologien diese Problematik lösen – dem Forschungsvorhaben wurde der Zuschlag des Corona Emergency Calls der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zur COVID-19-Prävention erteilt.

 

Im Zuge von COVID-19 wurde klar, dass Österreich in Krisenzeiten sichere Kommunikationswege zum Datenaustausch zwischen in Österreich lebenden Personen, Behörden und von Behörden beauftragten Institutionen benötigt. Datenschutz muss sichtlich dabei an erster Stelle stehen, schließlich können bei dieser Art von Kommunikation auch hochsensible Daten ausgetauscht werden. Schnellschüsse in der Entwicklung von Apps sind daher bedenklich, es bedarf einer ausgereiften Forschung, kombiniert mit innovativen Technologien.

A-Trust, Vertrauensdiensteanbieter und unter anderem das Unternehmen hinter der Handy-Signatur, steht seit 20 Jahren für höchste Sicherheit im elektronischen Datenverkehr. Der Trust Service Provider erforscht nun mit weiteren Partnern die Kommunikationslücke, um einen sicheren Datentransfer und eine ebenso sichere Datenarchivierung zu gewährleisten. QualiSig setzt auf transparente sowie verschlüsselte Kommunikation mit dem Staat, verfälschungssichere Identitätsnachweise von Kontrollorganen sowie auf die sichere und dezentrale Ablage von Daten – die Datenkontrolle soll alleine den Bürgerinnen und Bürgern obliegen, besondere Computerkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Umgesetzt wird das Forschungsprojekt im Bereich qualifizierte digitale Signatur von A-Trust, die sichere Dokumentaufbewahrung von Semotec. Forschungseinrichtung ist dabei die Donau-Universität Krems, die ihre Expertise in den Bereichen Blockchain-Technologie durch das Zentrum für Angewandte Spieleforschung sowie im Bereich von E-Government-Services, durch das Department für E-Governance, zur Verfügung stellt. Jelurida Swiss steht zudem beratend zur Seite. "Die Handy-Signatur mit rund 1,5 Millionen Userinnen und Usern ist ein weit verbreitetes Tool und steht seit zehn Jahren für hochsichere Authentifizierung in der digitalen Welt. Mit dem Projekt „QualiSig“ möchten wir in dieser schwierigen Zeit, den in Österreich lebenden Menschen die nötige Sicherheit rund um das Thema sichere und nachvollziehbare Kommunikation geben.", so Michael Butz, CEO A-Trust. 

 

Höchste Sicherheit durch innovative Technologien

Das Projekt „QualiSig“ will durch die gezielte Kombination von rechtsgültigen digitalen Signaturen – wie etwa die Handy-Signatur – und modernen Blockchain-Technologien – wie beispielweise die Blockchains „Ardor“ und „Nxt“ – höchstmögliche Sicherheit bei der Behörden-Kommunikation gewährleisten. Dabei werden drei Prototypen entwickelt, die zur Infektionsprävention und -kontrolle dienen und von Behörden, von Behörden beauftragten Stellen sowie von NGOs für den jeweils passenden Zweck adaptiert und genutzt werden können. Der erste marktnahe Prototyp dient zur Aufforderung zu COVID-19-PCR und/oder Antikörper-Testung und zur Übermittlung von Testergebnissen. Als Nebenprodukt könnten weitere gesicherte Informationen zu COVID-19, zum Beispiel aktuell gültige rechtliche Bestimmungen oder Nachrichten aus dem In- und Ausland, geteilt werden. Da diese Nachrichten durch qualifizierte digitale Signaturen verifiziert würden, wäre dies ein wichtiger Schritt zur Fake-News-Prävention. Der zweite Prototyp ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern über das Smartphone das Testpersonal bei Haus-zu-Haus-Testungen und bei (unangemeldeten) Kontrollen der Quarantänemaßnahmen zu verifizieren. Der dritte Prototyp widmet sich der Erstellung einer sicheren digitalen Mappe für PC und Smartphone zum Nachweis des Gesundheitsstatus – auch hier liegt das Augenmerk auf höchstmöglichen Datenschutz.

 

Wichtiger Baustein der COVID-19-Prävention

Das Forschungsprojekt ist ein wichtiger Baustein der COVID-19-Prävention und erhielt den Zuschlag des Corona Emergency Calls der FFG. Die aktuelle Situation veranlasste die Bundesministerien für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie sowie für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort kurzfristig 26 Millionen Euro über die FFG bereitzustellen. Aufgrund der Brisanz soll der Entwicklungszeitraum der Projekte zwölf Monate nicht übersteigen.

 

 

Mehr Informationen zum Corona Emergency Call und QualiSig: https://www.ffg.at/