Signatur Provider Europas legten erste Arbeitsergebnisse auf den Tisch – A-Trust: „Wir sind ein starkes Team“ Montag, 25. Juni 2018

Auf ihrem 2. European Signature Dialog (ESD) seit Vereinsgründung im Frühjahr zeigten die Vertreter der Signatur Provider Europas, wie gute Teamarbeit funktioniert: effektiv und zügig. Am 18./19. Juni legten sie in Lissabon bereits die ersten Ergebnisse aus den gemeinsamen Arbeitsgruppen auf den Tisch.  

 

„Wir sind ein starkes Team“, freut sich Michael Butz, CEO von A-Trust, dem in Wien ansässigen Vertrauensdiensteanbieter, ob der guten Zusammenarbeit zwischen den führenden Signatur-Providern und branchennahen Entscheidungsträgern Europas. Sie hatten sich erst im Februar unter der Federführung von A-Trust zum Verein „Associated European Trust Centers“ formiert. „Um die Harmonisierung eines sicheren digitalen EU-Binnenmarktes schnellstens voranzutreiben, krempelten die Mitglieder direkt die Ärmel hoch und nahmen gleich einem grenzüberschreitenden Think Tank gemeinsam die Aufgaben ins Visier“, sagt Butz. Die bisher erlangten Zwischenergebnisse aus den Arbeitsgruppen werden nun in der portugiesischen Hauptstadt präsentiert und nach inhaltlicher Abstimmung der europäischen Kommission vorgelegt. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass Österreich am 1. Juli den EU-Ratsvorsitz übernimmt, hat A-Trust die Kooperation vorangetrieben. Sie ist eine der wichtigsten Fachinitiativen der Branche, da hier konkrete Ziele auf EU-Ebene formuliert werden.

 

„Europäischer Pilot“

 

So befasst sich beispielsweise eine der fünf Arbeitsgruppen, die sich aus italienischen und spanischen Mitgliedern zusammensetzt, mit einem Status-Check: Das Projekt zielt darauf ab, den gesamten Komplex europäischer Vertrauensdiensteanbieter mit ihren Produkten und Dienstleistungen abzubilden, um alle europäischen Interessengruppen des IKT-Marktes zu unterstützen. Eine aktualisierte Bestandsaufnahme dieser Art ist derzeit noch nicht öffentlich zugänglich. Eine weitere Arbeitsgruppe, betreut von der österreichischen A-Trust und der portugiesischen Multicert, beschäftigt sich mit der Herausforderung, die grenzüberschreitende Interoperabilität von qualifizierten digitalen Signaturen zu verbessern. „Dieser europäische Pilot, der auf lokaler Infrastruktur und europäischem Recht basiert, hat das Ziel, einen europaweit funktionsfähigen Trust-Dienst zu etablieren und so die Autonomie der Datensicherheit zu gewährleisten“, erklärt Butz. Zudem arbeitet A-Trust mit den Luxemburger Partnern an einem Expansionsplan, um noch mehr Länder/Service Provider ins „ESD-Boot“ zu holen. „Unser Ziel ist es“, so Butz weiter, „den ESD als starken Dialogpartner für die EU-Kommission weiter zu stärken.“

 

Die dritte ESD-Auflage findet im Herbst in Brüssel statt. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

 

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