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Post-Quanten-Kryptographie

Montage: Blau leuchtender Schriftzug 'Cryptography' auf einer digitalen Wand aus Binärcode und Platinenelementen.

Post-Quanten-Kryptographie (PQC) bezeichnet kryptographische Verfahren, die auch gegenüber Angriffen durch zukünftige Quantencomputer sicher bleiben. Ziel ist es, digitale Daten und Infrastrukturen langfristig zu schützen und Systeme zukunftssicher zu gestalten. Bereits heute gewinnt das Thema Krypto-Agilität daher an Bedeutung: Organisationen müssen ihre Systeme so aufstellen, dass neue, quantensichere Verfahren flexibel integriert werden können.

Was ist Post-Quanten-Kryptographie?

Post-Quanten-Kryptographie bzw. Post Quantum Cryptography (PQC) umfasst kryptographische Verfahren, die auch gegenüber Angriffen durch zukünftige Quantencomputer resistent sind. Klassische Public-Key-Verfahren wie RSA oder elliptische Kurvenkryptographie basieren auf mathematischen Problemen, die durch leistungsfähige Quantencomputer künftig effizient gelöst werden könnten.

PQC setzt daher auf alternative mathematische Ansätze - etwa Gitter-, Hash- oder Code-basierte Verfahren - für die derzeit keine praktikablen quantenbasierten Angriffe bekannt sind.

Warum ist PQC relevant?

Auch wenn leistungsfähige Quantencomputer derzeit noch in Entwicklung sind, besteht bereits heute konkreter Handlungsbedarf. Im Kontext von „harvest now, decrypt later“-Szenarien könnten verschlüsselte Daten gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt entschlüsselt werden, sobald entsprechende Rechenkapazitäten verfügbar sind.

Besonders betroffen sind langfristig schützenswerte Informationen sowie kritische digitale Infrastrukturen – etwa im Bereich digitaler Identitäten, elektronischer Signaturen und staatlicher Dienste. Die frühzeitige Migration zu quantensicheren Verfahren ist daher ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger IT-Sicherheitsstrategien. Gleichzeitig erlaubt Krypto-Agilität, auf zukünftige Entwicklungen flexibel zu reagieren und neue Verfahren ohne umfassende Systemumstellungen zu integrieren.

Wann wird PQC zum Standard?

Internationale Standardisierungsprozesse – insbesondere durch das US-amerikanische NIST – sind bereits weit fortgeschritten. Erste PQC-Algorithmen wurden ausgewählt und werden schrittweise in Standards und Produkte integriert.

Auch auf europäischer Ebene wurde ein klarer Rahmen für den Übergang geschaffen: Die Europäische Kommission hat 2025 einen Implementierungsfahrplan veröffentlicht, der folgende Meilensteine vorsieht:

  • Start der Migration bis spätestens Ende 2026
  • Absicherung kritischer Infrastrukturen bis spätestens 2030
  • Breitflächige Umsetzung in weiteren Systemen bis 2035

Damit wird deutlich: Der Übergang zu quantensicherer Kryptographie ist kein fernes Zukunftsthema, sondern ein bereits eingeleiteter Transformationsprozess auf europäischer Ebene.

In den kommenden Jahren ist daher mit einer schrittweisen, aber breiten Einführung zu rechnen – insbesondere in sicherheitskritischen Bereichen und digitalen Infrastrukturen.

Unser Beitrag bei A-Trust

Als qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter setzt A-Trust frühzeitig auf die intensive Auseinandersetzung mit Post-Quanten-Kryptographie, um Lösungen nachhaltig zukunftssicher zu gestalten.

Wir evaluieren kontinuierlich neue kryptographische Verfahren und deren Integration in bestehende Systeme – insbesondere im Bereich digitaler Identitäten und Signaturlösungen. Unser Ziel ist es, auch im Zeitalter von Quantencomputern höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten und unseren Kund:innen langfristig vertrauenswürdige digitale Services anzubieten.